Lyrik

Reportage: Schamrock-Festival 2018 "Die Vielsprachigkeit der Schweiz"

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Schamrock

Schamrock-Festival der Dichterinnen 2018 

„Europe Inside / Outside“

Reportage: Schamrock-Festival 2018 "Die Vielsprachigkeit der Schweiz"

Erstmals kann man den Klang alle vier Sprachen der Schweiz in poetischer Form hören, ein Beispiel zumindest sprachlicher Intergration und Vielfältigkeit auf kleinem Territorium.

Laura Accerboni
Laura Accerboni
Odile Cornuz
Odile Cornuz

 

Romana Ganzon
Romana Ganzon
Elisabeth Wandeler-Deck
Elisabeth Wandeler-Deck

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Italienisch: Laura Accerboni, *1985 in Genova (I), lives in Lugano (CH). She has published two poetry collections: Attorno a ciò che non è stato, Edizioni del Leone 2010 and La parte dell’annegato, Nottetempo 2016. Her next poetry book is being published by Einaudi. She won many awards like the Piero Alinari 2011 and Achille Marazza 2012. She has been selected for the Versopolis project, promoted by the European Union. ⇒ poetry

Französisch: Odile Cornuz obtained her Ph.D. in Literature in 2014, and still pursues her literary curiosity. She published Ma ralentie in 2018 and Pourquoi veux-tu que ça rime? in 2014, d’autre part, Geneva. She also writes for radio and theatre and enjoys the company of musicians, especially for her readings. She lives in Lausanne. ⇒ poetry
www.odilecornuz.ch

Rätoromanisch: Romana Ganzoni, *1967 in Scuol (CH). Heute wohnt und arbeitet sie in Celerina/Schlarigna. Ab 2013 literarische Veröffentlichungen auf deutsch und in zwei rätoromanischen Idiomen. Gedichte, Essays, Blog- und Radiobeiträge sowie der Monolog La duonna. 2014 Nominierung für den Bachmannpreis. 2017 erschienen der Erzählband Granada Grischun und der Groschenroman Das Kastanienbankett⇒ poetry

Deutsch: Elisabeth Wandeler-Deck , *1939, lebt in Zürich. Architektin und Soziologin. Zahlreiche Buchveröffentlichungen sowie in Literaturzeitschriften und im Netz. Bildtext- und Szenische Arbeiten. Als improvisierende Musikerin und mit ihren Texten Mitglied des Improvisationsquartetts bunte hörschlaufen. Zuletzt erschienen: Das Heimweh der Meeresschildkröten – Heterotopien der Nacht, Prosa 2015; arioso – archive des zukommens, Lyrik 2016. Basler Lyrikpreis 2013, Werkjahr der Stadt Zürich 2017. ⇒ poetry

Nicola Bardola. Foto Kalle Aldis Laar
Nicola Bardola      Foto Kalle Aldis Laar

 

Nicola Bardola, *1959 in Zürich, lebt als freier Journalist, Autor und Übersetzer in München. Seine Texte erschienen u.a. in der Süddeutschen Zeitung, der Neuen Zürcher Zeitung und in der Zeit. Zuletzt veröffentlichte er Utopien - Ein Lesebuch im S.Fischer Verlag.

 

Das Schamrock Festival fand vom 26-28 Oktober 2018 in der whiteBOX.art in München statt.

Die Münchner Lyrikerin und Musikerin Augusta Laar veranstaltete das dreitägige Schamrock-Festival der Dichterinnen schon zum vierten Mal.  Sie organisierte das dreitägige Treffen gemeinsam mit  ihrem Mann, Kalle Aldis Laar. Mehr als 50 Lyrikerinnen aus Deutschland, Georgien, England,, Italien, Litauen, Österreich, Russland, Kroatien, Ukraine, Ungarn, Tschechische Republik, der Schweiz, Serbien, der Türkei und Zypern, der Schweiz, China, dem Senegal und den USA nahmen aktiv und passiv teil.

 

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Reportage: Schamrock-Festival 2018 "Kroatien, Zypern, Litauen"

Veröffentlichungsdatum
Schamrock

Schamrock-Festival der Dichterinnen 2018 

„Europe Inside / Outside“

Reportage: Schamrock-Festival 2018 "Kroatien, Zypern, Litauen"

 

Dragica Rajcic
Dragica Rajčić
Nese Yasin
Neşe Yaşın

 

Giedre Kaslauskaite
Giedrė Kazlauskaitė

 

 

 

 

 

 

 

 

Dragica Rajčić,*1959 in Split, Kroatien. 1978 kam sie über Australien in die Schweiz. Sie lebt als freie Autorin in Zürich und Innsbruck. Studium der Soziokultur in Luzern.

Fünf Gedichtbände und drei Theaterstücke in einem besonderen Deutsch, das ihr „Ausländersein“ explizit zeigt. Auszeichnungen u.a. Adelbert-von-Chamisso- Förderpreis, Lyrikpreis Meran, Premio Ciampi Valigie Rose.

Letzte Veröffentlichungen: Warten auf Broch, Prosa, 2011, Glück, Theaterstück, 2018.

www.dragicarajcic.ch

Nese Yasin, *1959 in Zypern. Neshe Yasin wird auf beiden Seiten des geteilten Zypern gelesen und besonders respektiert.

Sie studierte Soziologie an der Middle East Technical University in Ankara, und unterrichtet Sprache und Literatur am Institut für Türkische Studien der University of Cyprus. Von ihren sieben Gedichtbänden ist der jüngste Rose Falling into Night, 2016.

Ihre Gedichte wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt, sie ist auf zahlreichen Festivals weltweit vertreten.

Giedrė Kazlauskaitė, *1980 in Kėdainiai, Litauen.    Sie studierte litauische Sprache und Literatur an der Universität von Vilnius.

Sie arbeitete in Buchläden, für Magazine und Zeitschriften, das nationale Fernseh- und Radioprogramm und publizierte Kritiken und Essays. Seit 2010 ist Kazlauskaitė Herausgeberin des Magazins Šiaurės Atėnai.

Zuletzt erschienen: Meninos, poems, Vilnius 2014, Singerstraum, poems, Vilnius 2016.

Für Kazlauskaitė ist ihre Queerness verbunden mit einem unbestimmten Identitätsstatus und mit ihrem Platz in der der Literatur und der Welt allgemein.

 

Das Schamrock Festival fand vom 26-28 Oktober 2018 in der whiteBOX.art in München statt.

Die Münchner Lyrikerin und Musikerin Augusta Laar veranstaltete das dreitägige Schamrock-Festival der Dichterinnen schon zum vierten Mal.  Sie organisierte das dreitägige Treffen gemeinsam mit  ihrem Mann, Kalle Aldis Laar. Mehr als 50 Lyrikerinnen aus Deutschland, Georgien, England,, Italien, Litauen, Österreich, Russland, Kroatien, Ukraine, Ungarn, Tschechische Republik, der Schweiz, Serbien, der Türkei und Zypern, der Schweiz, China, dem Senegal und den USA nahmen aktiv und passiv teil.

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Lyrik am Sonntag: Beim Regenglockenschlag? - Lyrik von Heike Fröhlich

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Heike Fröhlich
Foto: Uwe Kullnick

Beim Regenglockenschlag? - Lyrik von Heike Fröhlich

Verstreut auf den Straßen? Zwischen zwei Flügeln? Unter dem Radar?

In ihrer Leseperformance zur Woche unabhängiger Buchhandlungen liest die Münchner Autorin und Audiokünstlerin Heike Fröhlich Lyrik und fabuliert darüber, was die Welt ist.

Heike las im buch.laden, in der  Lothringer 17, München.

Wir entschuldigen uns bei Heike Fröhlich und bei unseren Hörern. dafür, dass kurz vor Ende der Lesung die Batterie des Aufnahmegerätes am Ende war. Andererseits sind wir sicher, dass das unvollendete Stück die Hörer besonders animieren wird mehr von Heike hören zu wollen und Heike vielleicht zu einer lyrischen Auseinandersetzung über den Zusammenhang von Batterie und verklingender Sprache inspirieren könnte. Auf jeden Fall hörten wir tolle Lyrik mit einer so ungeheuer guten Stimmung vorgetragen, dass selbst Ares sich an einem ruhigen Waldrand auf einen Baumstumpf gesetzt hätte, um ihren Gedichten zuzuhören. 

Heike Fr
Foto:
Sabine Münch

Heike Fröhlich ist Lyrikerin und Audiokünstlerin. Geboren 1982 in Ludwigshafen am Rhein, zog sie 2002 für ihr Studium nach Jena. Während der Studienzeit begann sie, ihrem Fabulieren Form zu geben: als Sprechkünstlerin, Vorleserin für Kinder, Journalistin und Redakteurin, als Kreativworkshop-Leiterin und Spoken-Word-Performerin, als Dichterin auf Lesebühnen und Wasserglaslesungen, hier und da in Veröffentlichungen in Klammerbroschuren. Heike machte Abstecher nach Reykjavík, Frankfurt am Main und Leipzig, die Lyrik immer mit dabei im großen Rucksack. 2011 verschlug es sie schließlich nach München, wo sie jetzt lebt und arbeitet. 

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Initiatorin der Veranstaltungsreihe ist die Autorin, Performancekünstlerin und Kulturvermittlerin Sarah Ines Struck. Unter dem Motto »Das Private ist das Politische« lädt sie Künstler*innen ein, die im Sinne von Karin Strucks kritischer Attitüde mit Mitteln der Sprache und anderen Kunstgenres in Lesungen und Performances Gender und Gesellschaft global aufs Korn nehmen und Duelle und Debatten mit gesellschaftlichen Spiegelbildern in Gang setzen.

»Duelle mit Spiegelbildern« ist eine Veranstaltungsreihe der Karin-Struck-Stiftung e.V. Diese Veranstaltung fand statt mit Unterstützung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München und des Bayern liest e.V. sowie in Kooperation mit dem buch.laden Lothringer 17 zur WUB Woche unabhängiger Buchhandlungen.

Lyrik am Sonntag: "Hinter den Dingen." - Lyrik von Hartmut Merkt

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Hinter den Dingen - Lyrik von Hartmut Merkt.
Lyrik von Hartmut Merkt

Sprecher: Uwe Kullnick

Hartmut Merkt ist Schriftsteller und Literaturhistoriker, Lyriker, Dramatiker und lyrischer Prosaist.

"Schon früh beschäftigte sich Hartmut Merkt intensiv mit der Lyrik Georg Trakls und Paul Celans sowie mit Franz Kafka.

Hartmut Merkt entdeckte die Lyrik als die ihm geeignetste literarische Ausdrucksform und begann mit ihr zu experimentieren. Er gab die Zeitschrift „Bisbala“ heraus und gründete die Gruppe Literateam.

Merkt entwickelte den für ihn typischen Stil einer „gestörten Naturlyrik“; allerdings setzte er sich auch in kritischen politischen Gedichten und magisch-politischen Erzählungen mit dem Zeitgeschehen auseinander. Die Beziehungen zu aktuellen politischen oder sozialen Themen finden sich bis heute in seinen Werken. Seine Literatur stellt eine Symbiose aus Magie und Realismus seiner Lyrik und Prosa dar und weist ihn auch dem sogenannten magischen Realismus zu.

Er verfasste experimentelle Hörspiele und schrieb zusammen mit dem Dichter und Komponisten Alexander Bertsch Anfang der 80er Jahre das Theaterstück „Philemon und Baukis 81“ und später weitere Theaterstücke.

Hartmut Merkt beherrscht Altgriechisch Althochdeutsch Deutsch Englisch Finnisch Französisch Italienisch Jiddisch Latein Mittelhochdeutsch. Er ist Mitglied bei Greenpeace, Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller (VS); Mitglied in der Gewerkschaft verdi. 

Übersetzungen

Hartmut Merkt übersetzt aus dem Finnischen, Englischen und Lateinischen und ins Finnische, Englische und Französische 

Preise

Internationaler Lyrikpreis des Invandvarnas Kulturcentrum von Schweden (1978), Teilnahme Endauswahl Leonce-und-Lena-Preis der Stadt Darmstadt anläßlich des Literarischen März 1987 (1987), Stipendium des Förderkreises deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg (1988), Einladung beim Literarischen Colloquium Berlin, Stipendium des Förderkreises deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg (1991), Förderung des Innen- und Kunstministeriums Baden-Württemberg (2000)

Funkbeiträge

Funkerzählung: Augenrollen zum Beispiel, WDR 12.07.1988

Literatur Radio Bayern: 

Veröffentlichungen

12 Gedichte, in: Literarischer März, Lyrik unserer Zeit, Bd. 5, hrsg. von Fritz Deppert, Hanne Juritz, Karl Krolow, List, München 1987

3 Gedichte, dt. u. übersetzt ins Italienische, in: Segni Di Pace, a cura di Otello Lottini, Università degli Studi Roma Tre, Dipartimento di Letterature Comparate; Museo Archeologico Nazionale di Palestrina (24 aprile- 20 giugno 2001), Rom 2001, S.71f

Augenrollen zum Beispiel, Erzählung, in: Stgt. Zeitung und exempla, Literaturzeitschrift, Jg. 26, Bd. 1/2000

Die Zeit, eine schnarchende Madame, in: Die Welt der Erfindungen und Entdeckungen, Ravensburg: Otto Maier Verlag 1990

Mit dem Wind, Weinsberg: gestörtes Idyll, So fern und nah mir, Hier oben, An Tagen, Zurück in der Stadt, in: Bis zur sanften Behauptung der Dunkelheit, Lyrikanthologie, Flein b. Heilbronn: Werner Schweikert Verlag 2000

Sein Land, in: Die Zeit wird abgelesen ... ungefähr, Edition Literateam, Bd. 2, Kurzprosa, hrsg. von Literateam, Schwenkbeck, Stuttgart 1985

Sein Land, Tampere, Sodbrennen, So fern und nah mir, Zurück in der Stadt, Mittwochs: Ein Idyll (sowie kurze Biobibliographie), in: exempla, Literaturzeitschrift, Jg. 26, Bd. 1/2000

Sprache als inneres Exil, Beitrag zum Internationalen Symposion Die deutschsprachige Literatur der Bukowina, in: Sammelband der Beiträge der Karl-Franzens-Universität Graz, Franke, Graz 1990

Spuren mittelalterlicher Literatur in einigen Gedichten Paul Celans, in: Mittelalterrezeption, gesammelte Vorträge des Salzburger Symposions, hrsg. von J. Kühnel, H.-D. Mück, U. Müller, Göppingen 1979

Tampere und Manchmal, in: Jahrbuch für Lyrik 2, hrsg. von Karl Otto Conrady und Beate Pinkerneil, Athenäum, Königstein 1980

Unterwegs und Busfahrt, in: und sehe die Dinge durch meine Sätze, Edition Literateam, Bd. 1, Lyrik, hrsg. von Literateam, Lempp, Schwäbisch Gmünd 1982

Volkslied, in: Anthologie des Wilhelm- Busch- Preises 2002, hg. v. Michael Schalich, Stadthagen 2002.

Herausgeber/Mitherausgeber

Bisbala, Literarische Zeitschrift, zus. mit G. Ille und J. Turner, 1970/71

Ich will Wolken und Sterne, Jeden Tag, Gedichte der achtziger Jahre, zus. mit R. Lang, Klett, Stuttgart 1985

Theaterstücke

Philemon und Baukis 81, Theaterstück in 18 Bildern, 1986, Zimmertheater Tübingen, 08.02.1987

Videos

Verfilmung von Gedichten, Ein Projekt der Universität Stuttgart mit dem Seminar für Erziehung und Didaktik Stuttgart, zus. mit Jürgen Wolff, Dillmann, Schwieberdingen 1985 

Siehe auch: Autorinnen und Autoren in Baden-Württemberg

Lyrik am Sonntag: "POL ERO ZYN" Lyrik von Christine Genc

Veröffentlichungsdatum

Christine GencSie hören im Rahmen der Sonntagslyrik einige Aufnahmen von und mit der Wienerin Christine Genc. Die Autorin versteht und betreibt Lyrik als Alltagsspiegel, humorvoll, oft zynisch und bissig. Sie liest aus ihren Büchern WORTE und POL ERO ZYN 

Sprecherin: Christine Genc

Neue Wiener Lyrik der besonderen Art. Die Wiener Künstlerin Christine Genc definiert Lyrik in völlig neuer und einzigartiger Weise. Unterstrichen werden die manchmal humorvollen, oft zynischen, aber immer ins Schwarze treffenden Texte der Künstlerin durch Aquarelle in leuchtenden Farben. Das hochfeine Kunstpapier unterstreicht das exklusive Buch.

 

Lyrik am Sonntag: Rose Zaddach "Abschied vom Sommer"

Veröffentlichungsdatum

 

Rose Zaddach "Abschied vom Sommer"
 

 

Rose ZaddachSusanna Bummel-Vohland liest auf Bitten und mit Genehmigung von Rose Zaddach aus ihrem Gedicht- und Bildband: "Abschied vom Sommer". Mit starken Farben und Natureindrücken erlebt die Autorin intensiv und sensibel diesen Abschied und lässt uns daran teilhaben.In diesem Buch entführt uns die Autorin und Malerin mit Text und Bild in die leuchtenden Farben des Sommers. Wir werden an die Erlebnisse von Sonne und Sternenhimmel, von Sehnsucht und Erfüllung, von Traum und Wirklichkeit erinnert. Wir spüren beglückt dem Sommer nach und betrauern den Abschied. Die Autorin Rose Zaddach wurde in Koblenz geboren. Im Jahre1992 veröffentlichte sie ihren ersten Roman, es folgten Erzählungen und Lyriktexte. Seit 2002 begann sie neben dem Schreiben mit der Malerei. Es entstanden Bilder in Acryl- und Mischtechniken, die ihre Texte beeinflussen und ergänzen.

Sprecherin: Susanna Bummel-Vohland

 

Lyrik am Sonntag: "Alle Drachen pfeifen für mich."

Veröffentlichungsdatum

 

"Alle Drachen Pfeifen für mich."
Gedichte von Hartmut Merkt

Sprecher: Uwe Kullnick

Hartmut Merkt ist Schriftsteller und Literaturhistoriker, Lyriker, Dramatiker und lyrischer Prosaist.

"Schon früh beschäftigte sich Hartmut Merkt intensiv mit der Lyrik Georg Trakls und Paul Celans sowie mit Franz Kafka.

Hartmut Merkt entdeckte die Lyrik als die ihm geeignetste literarische Ausdrucksform und begann mit ihr zu experimentieren. Er gab die Zeitschrift „Bisbala“ heraus und gründete die Gruppe Literateam.

Merkt entwickelte den für ihn typischen Stil einer „gestörten Naturlyrik“; allerdings setzte er sich auch in kritischen politischen Gedichten und magisch-politischen Erzählungen mit dem Zeitgeschehen auseinander. Die Beziehungen zu aktuellen politischen oder sozialen Themen finden sich bis heute in seinen Werken. Seine Literatur stellt eine Symbiose aus Magie und Realismus seiner Lyrik und Prosa dar und weist ihn auch dem sogenannten magischen Realismus zu.

Er verfasste experimentelle Hörspiele und schrieb zusammen mit dem Dichter und Komponisten Alexander Bertsch Anfang der 80er Jahre das Theaterstück „Philemon und Baukis 81“ und später weitere Theaterstücke.

Hartmut Merkt beherrscht Altgriechisch Althochdeutsch Deutsch Englisch Finnisch Französisch Italienisch Jiddisch Latein Mittelhochdeutsch. Er ist Mitglied bei Greenpeace, Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller (VS); Mitglied in der Gewerkschaft verdi. 

Übersetzungen

Hartmut Merkt übersetzt aus dem Finnischen, Englischen und Lateinischen und ins Finnische, Englische und Französische 

Preise

Internationaler Lyrikpreis des Invandvarnas Kulturcentrum von Schweden (1978), Teilnahme Endauswahl Leonce-und-Lena-Preis der Stadt Darmstadt anläßlich des Literarischen März 1987 (1987), Stipendium des Förderkreises deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg (1988), Einladung beim Literarischen Colloquium Berlin, Stipendium des Förderkreises deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg (1991), Förderung des Innen- und Kunstministeriums Baden-Württemberg (2000)

Funkbeiträge

Funkerzählung: Augenrollen zum Beispiel, WDR 12.07.1988

Literatur Radio Bayern: 

Veröffentlichungen

12 Gedichte, in: Literarischer März, Lyrik unserer Zeit, Bd. 5, hrsg. von Fritz Deppert, Hanne Juritz, Karl Krolow, List, München 1987

3 Gedichte, dt. u. übersetzt ins Italienische, in: Segni Di Pace, a cura di Otello Lottini, Università degli Studi Roma Tre, Dipartimento di Letterature Comparate; Museo Archeologico Nazionale di Palestrina (24 aprile- 20 giugno 2001), Rom 2001, S.71f

Augenrollen zum Beispiel, Erzählung, in: Stgt. Zeitung und exempla, Literaturzeitschrift, Jg. 26, Bd. 1/2000

Die Zeit, eine schnarchende Madame, in: Die Welt der Erfindungen und Entdeckungen, Ravensburg: Otto Maier Verlag 1990

Mit dem Wind, Weinsberg: gestörtes Idyll, So fern und nah mir, Hier oben, An Tagen, Zurück in der Stadt, in: Bis zur sanften Behauptung der Dunkelheit, Lyrikanthologie, Flein b. Heilbronn: Werner Schweikert Verlag 2000

Sein Land, in: Die Zeit wird abgelesen ... ungefähr, Edition Literateam, Bd. 2, Kurzprosa, hrsg. von Literateam, Schwenkbeck, Stuttgart 1985

Sein Land, Tampere, Sodbrennen, So fern und nah mir, Zurück in der Stadt, Mittwochs: Ein Idyll (sowie kurze Biobibliographie), in: exempla, Literaturzeitschrift, Jg. 26, Bd. 1/2000

Sprache als inneres Exil, Beitrag zum Internationalen Symposion Die deutschsprachige Literatur der Bukowina, in: Sammelband der Beiträge der Karl-Franzens-Universität Graz, Franke, Graz 1990

Spuren mittelalterlicher Literatur in einigen Gedichten Paul Celans, in: Mittelalterrezeption, gesammelte Vorträge des Salzburger Symposions, hrsg. von J. Kühnel, H.-D. Mück, U. Müller, Göppingen 1979

Tampere und Manchmal, in: Jahrbuch für Lyrik 2, hrsg. von Karl Otto Conrady und Beate Pinkerneil, Athenäum, Königstein 1980

Unterwegs und Busfahrt, in: und sehe die Dinge durch meine Sätze, Edition Literateam, Bd. 1, Lyrik, hrsg. von Literateam, Lempp, Schwäbisch Gmünd 1982

Volkslied, in: Anthologie des Wilhelm- Busch- Preises 2002, hg. v. Michael Schalich, Stadthagen 2002.

Herausgeber/Mitherausgeber

Bisbala, Literarische Zeitschrift, zus. mit G. Ille und J. Turner, 1970/71

Ich will Wolken und Sterne, Jeden Tag, Gedichte der achtziger Jahre, zus. mit R. Lang, Klett, Stuttgart 1985

Theaterstücke

Philemon und Baukis 81, Theaterstück in 18 Bildern, 1986, Zimmertheater Tübingen, 08.02.1987

Videos

Verfilmung von Gedichten, Ein Projekt der Universität Stuttgart mit dem Seminar für Erziehung und Didaktik Stuttgart, zus. mit Jürgen Wolff, Dillmann, Schwieberdingen 1985 

Siehe auch: Autorinnen und Autoren in Baden-Württemberg

Lyrik am Sonntag: Wiedergehört – Freischärler-Reminszenzen (Märzrevolution) von Louise Aston

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Louise AstonLouise Aston wurde 1814 geboren und starb 1871. Sie war eine deutsche Schriftstellerin und Vorkämpferin für die demokratische Revolution (Märzrevolution) und die Frauenbewegung.
1814 in Gröningen als jüngstes von vier Kindern eines Konsistorialrats geboren, wird Louise Franziska Hoche mit 17 Jahren gegen ihre Willen mit dem in Magdeburg lebenden englischen Fabrikanten Samuel Aston verheiratet. Sie führt ein extravagantes Leben und provoziert in Magdeburg und Göttingen, wo sie sich zeitweilig aufhält, wiederholt Skandale.

Nach der Scheidung 1839 führt ihr offensiv gelebter Nonkonformismus - sie trägt Männerkleidung, raucht auf der Straße und lebt offene Beziehungen - zu regelmäßiger polizeilicher Überwachung wegen »unsittlicher Lebensweise« und schließlich zu ihrer Ausweisung als »staatsgefährliche Person«.

Louise Aston schreibt neben einer Reihe von Romanen radikale Gedichte, die ihr heftige Kritik aus den Reihen der Frauenbewegung eintragen. Sie ist Herausgeberin der politischen Wochenzeitschrift »Der Freischärler. Für Kunst und sociales Leben« im Verlag von Leopold Lassar in Berlin.

1871 stirbt Louise Aston verarmt und politisch resigniert im Alter von 57 Jahren in Wangen im Allgäu an Brustwassersucht. Quelle Zeno.org

Sprecher ist Uwe Kullnick

Lyrik: Ruth Neureiter - Lesung zur Ausstellung

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Ruth NeureiterDie Malerin und Lyrikerin Ruth Neureiter begleitete im letzten Jahr den Garten des Seidlhofs mit Gemälden, Gartengeschichten und Lyrik. Die bezaubernde Lesung anlässlich ihrer Ausstellung am 31.3.2016 dürfen wir hier mit erleben.

Wiederholung vom Mai 2016

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lyrik: Norbert Göttler liest seine bairische Lyrik - "herbstwind wischpara"

Veröffentlichungsdatum

Norbert GöttlerIn diesen Tagen erschien im Verlag Buch&Media, München ein besonderes Buch von Norbert Göttler: "herbstwind wischpara" - Bairische Lyrik.

Gedichte in bairischer Mundart neigen leicht zum Lieblichen, Klischeehaften. Nicht so beim Bezirksheimatpfleger von Oberbayern Dr. Norbert Göttler. Seine philosophischen Texte zum Thema »Herbst« atmen das Erdige, Morbide, Schräge. Sie ziehen einen feinen Bogen zwischen Melancholie und bissigem Witz. Nicht selten zeichnen sie auch die gebrochenen Linien in Gesellschaft und Politik nach. Norbert Göttler gelingt es auf diese Weise, dem Dialekt seine ureigene Funktion wiederzugeben: unmittelbare Sprache der Seele zu sein.

Norbert Göttler wurde 1959 in Dachau geboren und studierte in München Philosophie, Theologie und Geschichte. Er arbeitet als Schriftsteller, Publizist und Fernsehregisseur (BR, ARD, 3sat, arte). Er veröffentlichte Lyrik, Romane und Kurzgeschichten. Göttler ist Mitglied des PENs, der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste sowie der Literatenvereinigung Münchner Turmschreiber. 2004 erhielt er das Bundesverdienstkreuz, 2008 den Bayerischen Poetentaler. Seit 2012 ist er Bezirksheimatpfleger von Oberbayern.

Der Autor liest einige Gedichte aus seinem Buch: "herbstwind wischpara" hier im Literatur Radio Bayern.

 

LESUNG UND MUSIK 
Norbert GöttlerSchräge bairische Gedichte von und mit Norbert Göttler –
Vertont von Kathrin Krückl (Gesang) und Martin Off (Gitarre)

Gedichte in bairischer Mundart neigen leicht zum Lieblichen, Klischeehaften. Nicht so bei Bezirksheimatpfleger Dr. Norbert Göttler. Seine philosophischen Texte zum Thema „Herbst“ atmen das Erdige, Morbide, Schräge. Sie ziehen einen feinen Bogen zwischen Melancholie und bissigem Witz.
Sängerin Kathrin Krückl und Gitarrist Martin Off haben eine Reihe von Göttlers Gedichten einfühlsam in ihre musikalische Sprache übersetzt.

Sa 15.09.2018 | 20 Uhr
Furthmühle 1, 82281 Egenhofen bei Odelzhausen

Eintritt 10 Euro (Abendkasse)

Fr 05.10.2018 | 19.30 Uhr
Museum Altomünster
St.-Birgittenhof 6, 85250 Altomünster
Eintritt 5 Euro (Abendkasse)

Fr 16.11.2018 | 20 Uhr
Kulturschranne
Pfarrstraße 13, 85221 Dachau

Eintritt 10 Euro
(Abendkasse)