Lyrik

Lyrik am Sonntag: "Alle Drachen pfeifen für mich."

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"Alle Drachen Pfeifen für mich."
Gedichte von Hartmut Merkt

Sprecher: Uwe Kullnick

Hartmut Merkt ist Schriftsteller und Literaturhistoriker, Lyriker, Dramatiker und lyrischer Prosaist.

"Schon früh beschäftigte sich Hartmut Merkt intensiv mit der Lyrik Georg Trakls und Paul Celans sowie mit Franz Kafka.

Hartmut Merkt entdeckte die Lyrik als die ihm geeignetste literarische Ausdrucksform und begann mit ihr zu experimentieren. Er gab die Zeitschrift „Bisbala“ heraus und gründete die Gruppe Literateam.

Merkt entwickelte den für ihn typischen Stil einer „gestörten Naturlyrik“; allerdings setzte er sich auch in kritischen politischen Gedichten und magisch-politischen Erzählungen mit dem Zeitgeschehen auseinander. Die Beziehungen zu aktuellen politischen oder sozialen Themen finden sich bis heute in seinen Werken. Seine Literatur stellt eine Symbiose aus Magie und Realismus seiner Lyrik und Prosa dar und weist ihn auch dem sogenannten magischen Realismus zu.

Er verfasste experimentelle Hörspiele und schrieb zusammen mit dem Dichter und Komponisten Alexander Bertsch Anfang der 80er Jahre das Theaterstück „Philemon und Baukis 81“ und später weitere Theaterstücke.

Hartmut Merkt beherrscht Altgriechisch Althochdeutsch Deutsch Englisch Finnisch Französisch Italienisch Jiddisch Latein Mittelhochdeutsch. Er ist Mitglied bei Greenpeace, Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller (VS); Mitglied in der Gewerkschaft verdi. 

Übersetzungen

Hartmut Merkt übersetzt aus dem Finnischen, Englischen und Lateinischen und ins Finnische, Englische und Französische 

Preise

Internationaler Lyrikpreis des Invandvarnas Kulturcentrum von Schweden (1978), Teilnahme Endauswahl Leonce-und-Lena-Preis der Stadt Darmstadt anläßlich des Literarischen März 1987 (1987), Stipendium des Förderkreises deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg (1988), Einladung beim Literarischen Colloquium Berlin, Stipendium des Förderkreises deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg (1991), Förderung des Innen- und Kunstministeriums Baden-Württemberg (2000)

Funkbeiträge

Funkerzählung: Augenrollen zum Beispiel, WDR 12.07.1988

Literatur Radio Bayern: 

Veröffentlichungen

12 Gedichte, in: Literarischer März, Lyrik unserer Zeit, Bd. 5, hrsg. von Fritz Deppert, Hanne Juritz, Karl Krolow, List, München 1987

3 Gedichte, dt. u. übersetzt ins Italienische, in: Segni Di Pace, a cura di Otello Lottini, Università degli Studi Roma Tre, Dipartimento di Letterature Comparate; Museo Archeologico Nazionale di Palestrina (24 aprile- 20 giugno 2001), Rom 2001, S.71f

Augenrollen zum Beispiel, Erzählung, in: Stgt. Zeitung und exempla, Literaturzeitschrift, Jg. 26, Bd. 1/2000

Die Zeit, eine schnarchende Madame, in: Die Welt der Erfindungen und Entdeckungen, Ravensburg: Otto Maier Verlag 1990

Mit dem Wind, Weinsberg: gestörtes Idyll, So fern und nah mir, Hier oben, An Tagen, Zurück in der Stadt, in: Bis zur sanften Behauptung der Dunkelheit, Lyrikanthologie, Flein b. Heilbronn: Werner Schweikert Verlag 2000

Sein Land, in: Die Zeit wird abgelesen ... ungefähr, Edition Literateam, Bd. 2, Kurzprosa, hrsg. von Literateam, Schwenkbeck, Stuttgart 1985

Sein Land, Tampere, Sodbrennen, So fern und nah mir, Zurück in der Stadt, Mittwochs: Ein Idyll (sowie kurze Biobibliographie), in: exempla, Literaturzeitschrift, Jg. 26, Bd. 1/2000

Sprache als inneres Exil, Beitrag zum Internationalen Symposion Die deutschsprachige Literatur der Bukowina, in: Sammelband der Beiträge der Karl-Franzens-Universität Graz, Franke, Graz 1990

Spuren mittelalterlicher Literatur in einigen Gedichten Paul Celans, in: Mittelalterrezeption, gesammelte Vorträge des Salzburger Symposions, hrsg. von J. Kühnel, H.-D. Mück, U. Müller, Göppingen 1979

Tampere und Manchmal, in: Jahrbuch für Lyrik 2, hrsg. von Karl Otto Conrady und Beate Pinkerneil, Athenäum, Königstein 1980

Unterwegs und Busfahrt, in: und sehe die Dinge durch meine Sätze, Edition Literateam, Bd. 1, Lyrik, hrsg. von Literateam, Lempp, Schwäbisch Gmünd 1982

Volkslied, in: Anthologie des Wilhelm- Busch- Preises 2002, hg. v. Michael Schalich, Stadthagen 2002.

Herausgeber/Mitherausgeber

Bisbala, Literarische Zeitschrift, zus. mit G. Ille und J. Turner, 1970/71

Ich will Wolken und Sterne, Jeden Tag, Gedichte der achtziger Jahre, zus. mit R. Lang, Klett, Stuttgart 1985

Theaterstücke

Philemon und Baukis 81, Theaterstück in 18 Bildern, 1986, Zimmertheater Tübingen, 08.02.1987

Videos

Verfilmung von Gedichten, Ein Projekt der Universität Stuttgart mit dem Seminar für Erziehung und Didaktik Stuttgart, zus. mit Jürgen Wolff, Dillmann, Schwieberdingen 1985 

Siehe auch: Autorinnen und Autoren in Baden-Württemberg

Lyrik am Sonntag: Wiedergehört – Freischärler-Reminszenzen (Märzrevolution) von Louise Aston

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Louise AstonLouise Aston wurde 1814 geboren und starb 1871. Sie war eine deutsche Schriftstellerin und Vorkämpferin für die demokratische Revolution (Märzrevolution) und die Frauenbewegung.
1814 in Gröningen als jüngstes von vier Kindern eines Konsistorialrats geboren, wird Louise Franziska Hoche mit 17 Jahren gegen ihre Willen mit dem in Magdeburg lebenden englischen Fabrikanten Samuel Aston verheiratet. Sie führt ein extravagantes Leben und provoziert in Magdeburg und Göttingen, wo sie sich zeitweilig aufhält, wiederholt Skandale.

Nach der Scheidung 1839 führt ihr offensiv gelebter Nonkonformismus - sie trägt Männerkleidung, raucht auf der Straße und lebt offene Beziehungen - zu regelmäßiger polizeilicher Überwachung wegen »unsittlicher Lebensweise« und schließlich zu ihrer Ausweisung als »staatsgefährliche Person«.

Louise Aston schreibt neben einer Reihe von Romanen radikale Gedichte, die ihr heftige Kritik aus den Reihen der Frauenbewegung eintragen. Sie ist Herausgeberin der politischen Wochenzeitschrift »Der Freischärler. Für Kunst und sociales Leben« im Verlag von Leopold Lassar in Berlin.

1871 stirbt Louise Aston verarmt und politisch resigniert im Alter von 57 Jahren in Wangen im Allgäu an Brustwassersucht. Quelle Zeno.org

Sprecher ist Uwe Kullnick

Lyrik: Ruth Neureiter - Lesung zur Ausstellung

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Ruth NeureiterDie Malerin und Lyrikerin Ruth Neureiter begleitete im letzten Jahr den Garten des Seidlhofs mit Gemälden, Gartengeschichten und Lyrik. Die bezaubernde Lesung anlässlich ihrer Ausstellung am 31.3.2016 dürfen wir hier mit erleben.

Wiederholung vom Mai 2016

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lyrik: Norbert Göttler liest seine bairische Lyrik - "herbstwind wischpara"

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Norbert GöttlerIn diesen Tagen erschien im Verlag Buch&Media, München ein besonderes Buch von Norbert Göttler: "herbstwind wischpara" - Bairische Lyrik.

Gedichte in bairischer Mundart neigen leicht zum Lieblichen, Klischeehaften. Nicht so beim Bezirksheimatpfleger von Oberbayern Dr. Norbert Göttler. Seine philosophischen Texte zum Thema »Herbst« atmen das Erdige, Morbide, Schräge. Sie ziehen einen feinen Bogen zwischen Melancholie und bissigem Witz. Nicht selten zeichnen sie auch die gebrochenen Linien in Gesellschaft und Politik nach. Norbert Göttler gelingt es auf diese Weise, dem Dialekt seine ureigene Funktion wiederzugeben: unmittelbare Sprache der Seele zu sein.

Norbert Göttler wurde 1959 in Dachau geboren und studierte in München Philosophie, Theologie und Geschichte. Er arbeitet als Schriftsteller, Publizist und Fernsehregisseur (BR, ARD, 3sat, arte). Er veröffentlichte Lyrik, Romane und Kurzgeschichten. Göttler ist Mitglied des PENs, der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste sowie der Literatenvereinigung Münchner Turmschreiber. 2004 erhielt er das Bundesverdienstkreuz, 2008 den Bayerischen Poetentaler. Seit 2012 ist er Bezirksheimatpfleger von Oberbayern.

Der Autor liest einige Gedichte aus seinem Buch: "herbstwind wischpara" hier im Literatur Radio Bayern.

 

LESUNG UND MUSIK 
Norbert GöttlerSchräge bairische Gedichte von und mit Norbert Göttler –
Vertont von Kathrin Krückl (Gesang) und Martin Off (Gitarre)

Gedichte in bairischer Mundart neigen leicht zum Lieblichen, Klischeehaften. Nicht so bei Bezirksheimatpfleger Dr. Norbert Göttler. Seine philosophischen Texte zum Thema „Herbst“ atmen das Erdige, Morbide, Schräge. Sie ziehen einen feinen Bogen zwischen Melancholie und bissigem Witz.
Sängerin Kathrin Krückl und Gitarrist Martin Off haben eine Reihe von Göttlers Gedichten einfühlsam in ihre musikalische Sprache übersetzt.

Sa 15.09.2018 | 20 Uhr
Furthmühle 1, 82281 Egenhofen bei Odelzhausen

Eintritt 10 Euro (Abendkasse)

Fr 05.10.2018 | 19.30 Uhr
Museum Altomünster
St.-Birgittenhof 6, 85250 Altomünster
Eintritt 5 Euro (Abendkasse)

Fr 16.11.2018 | 20 Uhr
Kulturschranne
Pfarrstraße 13, 85221 Dachau

Eintritt 10 Euro
(Abendkasse)

 

 

 

Lyrik: Conrad Cortin und Katja Kortin lesen Lyrik "Böses Hundegesicht."

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Conrad Cortin LebensliebeDie Welt in all ihren Erscheinungen wird von Conrad Cortins tiefgründiger und skuriler Lyrik ins Wort genommen. Die Schippe darf man sich dazu denken, so dass das homerische Gelächter nie ganz fern ist. Abwechslungsreich gestalten die beiden Stimmen des Autors und seiner Frau diesen Wahnwitz an Weltverarbeitung. Doch hören Sie selbst!

Sprecher sind: Conrad Cortin und Katja Kortin
Erstsendung April 2015

 

Lyrik: Kanade Joho liest aus ihrem Lyrikband "Begegnung"

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Kanade JohoKanade Joho wurde in Tokio geboren und wuchs dort auf, lebt aber seit dreizehn Jahren im deutschen Sprachraum - und zwar als Pianistin, sprich Tür an Tür mit virtuoser Musik und mit der deutschen Sprache, mit Klängen, Tönen, Rhythmik, Kontrapunkt, mit pianissimo und allegro ma non troppo. Nun ist jede Sprache - Fremdsprache, Muttersprache, Erzählsprache, Gedichtsprache, selbst die Sprache des Schweigens - auf ganz eigene Weise Musik. Man muss nur die Augen schließen und lauschen, die fremden, neuen, aufregenden, bewegenden, rätselhaften Töne heraushören. Was Kanade Joho in den vergangenen Jahren hörte, sah, wahrnahm, dachte, spürte, transponierte sie in Worte, in Schrift und Geschichten.

Sprecherin ist Susanna Bummel-Vohland
Erstsendung Mai 2015

Lyrik am Sonntag: Wiedergehört – Wilhelm Busch "Zu guter Letzt"

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Gedichte Von Wilhelm Busch. 

 

Wilhelm BuschWilhelm Busch ZeichnungHeinrich Christian Wilhelm Busch wurde am 15. April 1832 in Wiedensahl geboren und starb am 9. Januar 1908 in Mechtshausen.  
Er war einer der einflussreichsten humoristischen Dichter und Zeichner Deutschlands. Zwischen 1862 und 1888 hielt er sich oft in Wolfenbüttel auf, der Heimatstadt des Sprechers, was letzterem von Kindheit an ein besonderes Verhältnis zum Werk Wilhelm Buschs ermöglichte.

Wohl jeder kennt die Streiche von Max und Moritz. Auch die Bildergeschichten wie Hans Huckebein und Die fromme Helene sind immer noch in Erinnerung. Aber es gibt noch andere Seiten im Wirken von Wilhelm Busch, die weitgehend unbekannt sind. Seine große Leidenschaft war die Malerei und er schuf unzählige Zeichnungen und Gemälde, die er aber nie veröffentlichte, da er sie für nicht gut genug hielt.

Er war auch Dichter, aber die Gedichte und Erzählungen, die er veröffentlichte, sind von seinen Lesern nie wirklich angenommen worden. Die Menschen wollten nur seine lustigen Bildergeschichten lesen. Seine vom Stil Heinrich Heines und der Philosophie Arthur Schopenhauers beeinflusste Lyrik und Prosadichtung stießen beim Publikum, das mit seinem Namen nur komische Bildergeschichten verband, auf Unverständnis.

Hören sie nun Teile der Gedichtsammlung „Zu guter Letzt“, dem 1. Teil unserer kleinen Wilhelm Busch Reihe

Sprecher ist Uwe Kullnick

Lyrik: Petra Lange liest aus ihren Gedichten

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Petra LangePetra Lange schreibt überwiegend Romane. Dennoch stellt sie hier drei seltene Kostproben ihrer Lyrik vor. Die Ertrunkenen - Flugstunden - Gefühlsverlust. Ihre subtile Sprache bewahrt in Annäherungen behutsam den Respekt vor dem Dargestellten.

Sprecherin ist die Autorin

Lyrik: Wiedergehört Novalis Gedichte

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NovalisIn unserer Serie Sonntagslyrik hören Sie heute Gedichte von Novalis (eigentlich hieß er Georg Philipp Friedrich von Hardenberg. Er wurde am 2. Mai 1772 auf Schloss Oberwiederstedt geboren und starb  am 25. März 1801 in Weißenfels). Novalis war ein deutscher Schriftsteller der Frühromantik und Philosoph.

Sprecher ist Uwe Kullnick.

Lyrik: Wolfgang Knittel liest aus seinem Gedichtband FERMATE, 3

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Knittel VermateWolfgang Knittel liest aus seinem Gedichtband FERMATE

Fermate - in der Musik ein Begriff für Aushalten, Ausklingen, Innehalten, optisch gekennzeichnet durch das Fermate-Halbkreissymbol. Es steht als Sinnbild für den vorliegenden Band Ausgewählte Gedichte.

Fermate lädt zum Verweilen ein, zur Auffindung der musikalischen Strukturen, die Lyrik im Wesentlichen ausmachen: der Wort- und Textrhythmen. Sie werden hier verlässlich durch Versmaß und Reim akzentuiert. Trotz ihrer formalen Präzision wirken die Fermate-Texte ungekünstelt und natürlich. In ihrer unmittelbar verständlichen Sprache vermögen sie den Leser zu fesseln und verführen zum Memorieren. Inhaltlich spiegeln sie die Sehnsucht nach Ganzheit, nach dem Schließen des Kreises: Jahreskreis, Lebenskreis, der Kreis der Gefühle. Zum Thema wird dabei auch Hinderliches, wie Grenzerfahrungen und Dünkel, sowie Lustiges, gerne auch ironisch verpackt. Die Spannweite reicht von lebensphilosophischer Gedankenlyrik bis hin zur Naturpoesie - ein breites Spektrum für Geist und Gemüt. Der Band enthält neben einem guten Dutzend neuer Gedichte eine Auswahl aus den beiden Vorläuferbänden beiZeiten und Borkenrisse. Viele der daraus entnommenen Texte erscheinen hier in überarbeiteter Form erstmals neu.

Der Münchner Autor war in seiner Heimatstadt lange als Philologe, Romanist und Latinist, tätig.
Spätere Berufsjahre führten ihn ins europäische Ausland. Bereits dort trat er mit Lesungen seiner Lyrik vor deutschem Publikum in Erscheinung.

Sprecher ist der Autor