Franziska Ruprecht

Interview: Uwe Kullnick spricht mit Franziska Ruprecht über "BODY TAG"

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Interview: Uwe Kullnick spricht mit Franziska Ruprecht über "BODY TAG", Gedichte in englischer Sprache.

Franziska Ruprecht
Bild: Franz Fusseder

Franziska Ruprecht: eine deutsche Autorin, die auf Englisch veröffentlicht.

Eine Künstlerin, die ihr Projekt alleine durchzieht.

Ein Gedichtband, der neben die Gedichttitel männliche Namen setzt - als Musen für die einzelnen Texte.

Franziska Ruprecht: Drei Jahre hat sie in den USA studiert und Abenteuer bestanden. Seither hat die Performance Poetin auf Englisch geschrieben, unterrichtet und gelebt. Gedichte schreibt und performt sie mit dem Slogan „poetry that glitters“. Die Texte in BODY TAG gehen vom abstrakt Lyrischen über Songlyrics bis hin zu Rap; sie finden sich ein in einer ganz speziellen Art der Gefühls-, Gedanken- und Realitätsaufnahme; Ruprechts individuelle Inspiration spielt gekonnt mit diesen Einflüssen. Die Sendung ist eine Unterhaltung über das neue Buch. Mit drei englischen Gedichtausschnitten holt Franziska Ruprecht das Reflektierende und Schillernde aus Wörtern hervor.

Zitat des Klappentexts: / Quoted from the jacket text:

With her writing and performances, Franziska Ruprecht reclaims the body. A "tag" can be the graffiti signature of an artist, left in darkness, hoping to not get caught. A "body tag" can be the signature of the artist on the model’s body instead of painting or sculpting him. Ruprecht's poems, however, move sculpted on the page and have been rasped and polished over the years. Each poem signs its title on the mental image of a person, capturing memories or fantasies. In website programming, a "body tag" sets a certain font style for a paragraph. Each piece shines a particular light on a muse (at times mentioned next to the title). In order to achieve this, Franziska Ruprecht plays with language deliberately, informed by her working in two tongues.
In her live shows, she provokes by embracing pop and glitter, music and dance. On paper, touch and feelings are engraved through her writings.

"Franziska's verse is immersive, democratic, intimately pyrotechnic. Stirring what’s concealed, obscuring to reveal, these poems split the atom with an intensely personalized and challengingly obfuscated vision of nature. Her voice is distinctive, playful and ecstatic enough to keep this style interesting over the course of a large body of poems."
Doc Waffles, Detroit 

"The common themes throughout the collection give it a through line, LOVE: obviously romantic (with its ups, downs, joys and pains and seasons with and without) and physical (lust, too), but at least (or more) as importantly love of words and language(s) and art and being an artist, performer and poet. Wherever the speaker in these poems is emotionally or geographically, this comes through consistently. The constant puns, rhymes and neologisms across and around and within and between languages and constructions are dizzying sometimes, but wonderful."
Michael Whalen, Brooklyn, New York

 

Reportage: Schamrock-Festival 2018 - Franziska Ruprecht "Poetry Glitters"

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Schamrock

Schamrock-Festival der Dichterinnen 2018

Franziska Ruprecht "Poetry Glitters" 

 

Franziska RuprechtFranziska RuprechtGedichte auf die Bühne zu bringen, das ist ihre Leidenschaft. „poetry that glitters“ ist ihr Slogan. Momentan tritt sie vor allem mit ihren Poetry Songs auf. Ihre Texte rappt und singt sie, spielt sie authentisch als spoken word. Oft streut sie eine Prise Glitzer über ihre tänzerische Performance. Grundlagen, auf denen sie ihren eigenen Stil entwickelt hat, sind: Wurzeln im Poetry Slam, Wissen und Handwerk aus dem zweijährigen Studium 
des Creative Writings bei Dichter*innen in Detroit und Erfahrung durch zahlreiche Auftritte mit ihrer Performance Poetry in den USA und in Deutschland.

Das Schamrock Festival fand vom 26-28 Oktober 2018 in der whiteBOX.art in München statt.

Die Münchner Lyrikerin und Musikerin Augusta Laar veranstaltete das dreitägige Schamrock-Festival der Dichterinnen schon zum vierten Mal.  Sie organisierte das dreitägige Treffen gemeinsam mit  ihrem Mann, Kalle Aldis Laar. Mehr als 50 Lyrikerinnen aus Deutschland, Georgien, England,, Italien, Litauen, Österreich, Russland, Kroatien, Ukraine, Ungarn, Tschechische Republik, der Schweiz, Serbien, der Türkei und Zypern, der Schweiz, China, dem Senegal und den USA nahmen aktiv und passiv teil.

In diesem Jahr konzentriert sich das Festival vorwiegend auf Europa. Dichterinnen und Performerinnen aus 18 Ländern wurden eingeladen. In unterschiedlichen Sprachen sollte u.a. der Frage nachgegangen werden, wo sich die Länder und Menschen,  berühren, es galt zu hinterfragen was trennt und wo es Gemeinsamkeiten gibt. So sollte ein poetisches Plädoyer für das Einende im Hinblick unseres zentripedalen Kontinents entstehen.

Spezielle Länderschwerpunkte zu Georgien, der Schweiz, der Tschechischen Republik , der Türkei und der Ukraine machten den besonderen Reiz der Veranstaltung aus.

Nicht zu übersehen war der Netzwerkgedanke, der Augusta und Kalle Aldis Laar ein zentrales Anliegen war. Mit dem Schamrock Festival wurde auch in der vierten Ausgabe eine internationale Plattform angeboten, auf der sich Dichterinnen aus 18 Ländern mit Lesungen, Konzerten und Cross-Over-Veranstaltungen präsentieren konnten.

Das Literaturradio Bayern hat zahlreiche Darbietungen der Dichterinnen ausschnittsweise aufgezeichnet, einige Diskussionsrunden mitgehört und 6 Interviews geführt, um einen Teil des Festivals einzufangen und denen zur Verfügung zu stellen. Es handelt sich bei den Lesungen nicht nur um kurze Beispiel -Lesungen aus ihren Werken, sondern häufig um ausgewählte Kostproben unveröffentlichter Werke. Wie Spotlights blitzten die Texte auf um die Zuhörer zu verzaubern, verstören, verwirren auf jeden Fall aber in das eigene Oeuvre hineinzuziehen.

Und schon stellt sich die wichtige Frage der Sprache. In welcher Sprache wurde vorgetragen? Die Veranstalter haben einen eleganten Weg gewählt. Die meisten Dichterinnen trugen in ihrer Muttersprache vor und auf der Leinwand liefen die Übersetzungen in deutscher oder englischer Sprache mit. So konnte man den Klang der Vortragenden bzw. ihrer Sprachmelodie folgen, und gleichzeitig, wenn man wollte den Inhalt auf der Leinwand mitverfolgen.  Leider sind die Übersetzungen (auch aus Gründen der Rechte) hier nicht aufgeführt und auch nicht zu hören. So muss sich der Radionutzer auf das reinee Hören der verschiedenensprachigen Texte einlassen. Seien Sie versichert, es lohnt sich.

Diese Reportage ist unter dem Stichwort Friends für jeden Tag gesondert aufgeführt, und die Mitschnitte nach dem Festival-Programm organisiert. Die Interviews sind unter dem Stichwort Interview eingeordnet.

Franziska Ruprecht sprang für die wegen Krankheit verhinderten Heike Fröhlich und Klinga Tóth ein. Ihr Beitrag war ein mehr als vollwertiger Ersatz an diesem Freitag.

English

Shamrock Festival of Poets 2018

The festival took place from 26-28 October 2018 in the whiteBOX.art in Munich.

The Munich poet and musician Augusta Laar organised the three-day shamrock festival of poets for the fourth time.  She organized the three-day meeting together with her husband, Kalle Aldis Laar. More than 50 poets from Germany, Georgia, England, Italy, Lithuania, Austria, Russia, Croatia, Ukraine, Hungary, Czech Republic, Switzerland, Serbia, Turkey and Cyprus, Switzerland, China, Senegal and the USA participated actively and passively.

This year, the festival concentrates mainly on Europe. Poets and performers from 18 countries were invited. In different languages, the question was to be explored where countries and people touch each other, what separates them and where they have things in common. In this way, a poetic plea for unity was to emerge with regard to our centripetal continent.

Special country focuses on Georgia, Switzerland, the Czech Republic, Turkey and Ukraine made the event particularly attractive.

Not to be overlooked was the idea of networking, which was a central concern of Augusta and Kalle Aldis Laar. The fourth edition of the Schamrock Festival offered an international platform where poets from 18 countries could present themselves with readings, concerts and cross-over events.

Literaturradio Bayern has recorded numerous performances by the poets in extracts, listened to some discussion rounds and conducted 6 interviews in order to capture part of the festival and make it available to them. The readings are not only short sample readings from her works, but often selected samples of unpublished works. Like spotlights, the texts flashed to enchant and disturb the audience, but in any case to confuse them and draw them into their own oeuvre.

And already the important question of language arises. In which language was the lecture held? The organizers have chosen an elegant way. Most of the poets read in their mother tongue and the translations in German or English were shown on the screen. Thus one could follow the sound of the speakers or their speech melody, and at the same time, if one wanted, follow the content on the screen.  Unfortunately the translations (also for reasons of rights) are not listed here and cannot be heard. So the radio user must get involved in the pure hearing of the different language texts. Rest assured, it is worth it.

This report is listed separately for each day under the keyword Friends, and the recordings are organized according to the festival program. The interviews are listed under the keyword Interview.